Lagerraum gesucht!

Wir platzen aus allen NĂ€hten! Wer kann uns helfen?

Wir auf Facebook!

Kontoverbindung:

Niederrheinische Sparkasse Rhein-Lippe

IBAN:
DE76 3565 0000 0000 1060 88

BIC: WELADED1WES

Wir sind Mitglied:

Deutscher Tierschutzbund

Landestierschutzverband NRW

Kontaktformular

Bitte hier anklicken“

WĂŒhltischwelpen

In Kleinanzeigen und im Internet werden viele Hundewelpen angeboten, die aus Hundefabriken aus dem Ausland stammen. HĂ€ndler werben damit, eine große Auswahl verschiedener (Mode-)Rassen anbieten zu können. Oft werden die jungen Hunde sehr gĂŒnstig angeboten, aber mittlerweile versuchen sich illegale HundehĂ€ndler auch als seriöse ZĂŒchter auszugeben und verlangen höhere Preise. Das Leid dieser Welpen ist immens. Sie werden meist viel zu frĂŒh von der Mutter getrennt, so dass die fĂŒr Hunde sehr wichtige Sozialisierung nicht stattfinden kann. Anstatt wĂ€hrend der PrĂ€gephase zwischen der achten und zwölften Lebenswoche an ihre zukĂŒnftigen Hundehalter ĂŒbergeben zu werden, bleiben die Welpen bei den illegalen TierhĂ€ndlern in der Regel nur zwei bis vier Wochen bei der Mutter. Die Folge: Massive Verhaltensprobleme der Tiere, zum Teil bis ins Erwachsenenalter.

Beschlagnahmter Welpentransport. © Deutscher Tierschutzbund Landesverband Bayern

Beschlagnahmter Welpentransport. © Deutscher Tierschutzbund Landesverband Bayern

Viele Welpen sind von den langen Transporten geschwĂ€cht und kaum ĂŒberlebensfĂ€hig. Meist werden sie weder entwurmt noch mit den lebenswichtigen Impfungen abgegeben. Auch fehlen bei der Einfuhr nach Deutschland hĂ€ufig die Kennzeichnung durch Mikrochip und Begleitpapiere wie der Heimtierausweis – oder die Papiere sind gefĂ€lscht. Zuhause beim KĂ€ufer angekommen, werden die Welpen schnell schwer krank, viele sterben trotz intensivmedizinischer Behandlung. Weil die neuen Hundebesitzer die immensen Kosten der nötigen tierĂ€rztlichen Behandlung nicht aufbringen können, landen kranke Tiere oft im Tierheim. Decken Polizei und VeterinĂ€ramt einen illegalen Handel auf und beschlagnahmen Tiere, mĂŒssen die Tierheime oft viele kranke Hunde gleichzeitig aufnehmen – eine Mammutaufgabe.

Das Leid der Elterntiere in der Vermehrerzucht

Das grausame GeschĂ€ft mit den Welpen fĂŒhrt auch zu erheblichem Leid bei den Elterntieren. Die MutterhĂŒndinnen werden oft ĂŒber Jahre hinweg als „GebĂ€rmaschinen“ missbraucht, den RĂŒden werden Hormone gespritzt, damit sie immer wieder decken können. Die Hunde vegetieren in kleinen Zwingern vor sich hin – ohne Tageslicht, ohne Kontakt zu anderen Tieren, ohne UmwelteindrĂŒcke und -gerĂ€usche, ohne menschliche Zuneigung und ohne je eine Pfote auf eine Wiese oder einen Waldboden gesetzt zu haben.

DeckrĂŒden

Dieser RĂŒde ist sichtlich verwahrlost und von seinem Schicksal gezeichnet. © Berner Sennenhunde in Not e.V.
Dieser RĂŒde ist sichtlich verwahrlost und von seinem Schicksal gezeichnet. © Berner Sennenhunde in Not e.V.

Die RĂŒden leben jahrelang in Einzelhaltung, werden mit Hormonen vollgepumpt und mit Gewalt wie Tritten oder StromschlĂ€gen zum Decken gezwungen.  Danach werden sie direkt wieder eingesperrt und kommen erst zum nĂ€chsten Deckakt wieder aus ihrem Verschlag heraus. Sie sind deshalb oft noch stĂ€rker traumatisiert als die HĂŒndinnen.

MutterhĂŒndinnen

Auch die ZuchthĂŒndinnen werden nicht wie Lebewesen sondern wie Produktionsmaschinen behandelt. Sie werden in jeder LĂ€ufigkeit neu gedeckt. In seriösen Zuchten werden die HĂŒndinnen maximal einmal im Jahr gedeckt, das bedeutet, dass sie meistens in einer LĂ€ufigkeit leer bleiben. Die „ZĂŒchter“ achten weder auf eine spezielle ErnĂ€hrung, die trĂ€chtige und sĂ€ugende Hunde brauchen, noch impfen oder entwurmen sie die Tiere. Ihre Welpen mĂŒssen die HĂŒndinnen auf Betonböden zur Welt bringen und ihren Wurf auch dort großziehen – bis er ihnen viel zu frĂŒh entrissen wird.

Die MutterhĂŒndinnen fristen ein Leben hinter Gittern. © Berner Sennenhunde in Not e.V.
Die MutterhĂŒndinnen fristen ein Leben hinter Gittern. © Berner Sennenhunde in Not e.V.

Krankheiten

Die HĂŒndinnen leiden unter der enormen körperlichen Belastung und unter Krankheiten, die durch die schlechte Haltung und fehlende Pflege entstehen, wie Milben, Wurmbefall, kahle entzĂŒndete und offene Hautstellen, Fehlstellungen der Gliedmaßen, Tumore, GebĂ€rmutter-EntzĂŒndungen und Zysten. FĂŒr die Zucht ausgewĂ€hlt werden sie nach Schönheit und nicht danach, ob sie gesund sind. Auch eine mögliche erbliche Vorbelastung wird nicht geprĂŒft. Die Welpen leiden daher oft unter rassetypische Erb-Krankheiten und den Folgen von Gen-Defekten.

Ohne Zukunft?

Erbringen die Tiere nicht mehr die nötige Leistung, werden sie meist einfach entsorgt oder getötet. Schaffen es Tierschutzvereine, die Hunde aus diesen Stationen zu retten, leben sie meistens nicht mehr lĂ€nger als zwei bis drei Jahre, weil die Folgen dieser Haltung sie körperlich ausgelaugt haben. Viele Hunde sind so traumatisiert, dass sie Menschen nie wieder vertrauen. Es gibt auch Tiere, die sich mit viel Liebe und Geduld Schritt fĂŒr Schritt wieder Menschen öffnen können. Das dauert aber oft Jahre und ist ein sehr zerbrechlicher Prozess. Trotzdem haben all diese Hunde ohne Zweifel eine zweite Chance verdient.

(Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.)