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Igel aktuell

Pflegestellen fĂŒr Igel gesucht!

Wir suchen hĂ€nderingend Menschen, die Erfahrung darin haben, Igel aufzupĂ€ppeln. Wer hat die Möglichkeit, Igel vorĂŒbergehend aufzunehmen und zu versorgen?

Wenn es kalt wird, suchen sich die meisten Igel einen geeigneten Unterschlupf zum Winterschlaf. Aber jetzt schon werden immer wieder schwache oder zu leichte Igel gefunden, die sich dringend noch ihren Winterspeck anfressen mĂŒssen, damit sie den Winter ĂŒberstehen. Auch wenn ein Igel tagsĂŒber umherlĂ€uft, ist das immer ein Alarmzeichen und Hilfe geboten.

NatĂŒrlich bieten wir unsere Hilfe und eine Anleitung an, falls Sie ein Neuling auf dem Gebiet Igel sind. Infos dazu finden Sie auch unter „Infos und Tipps – Wildtiere/Igel“.

Wir bitten Sie, sich direkt per E-Mail an uns zu wenden ĂŒber hilfe@tierhilfe-dinslaken-voerde.eu oder rufen Sie uns an unter 02858 6431 (AB). Sollten wir nicht direkt zu erreichen sein, rufen wir Sie gerne zurĂŒck.

Vielen Dank fĂŒr Ihre Hilfe!

 

 

Grillen auch Sie zu St. Martin Igel?

Jedes Jahr zu St. Martin freuen sich Groß und Klein auf das Spektakel des großen Martinsfeuers. Ein ĂŒber Tage und Wochen mit viel MĂŒhe zusammengetragenes Sammelsurium aus Reisig, Stroh und GrĂŒnschnitt wird unter fachlicher Aufsicht der örtlichen Feuerwehr am Martinstag kontrolliert abgebrannt.

So kennt man es, so ist es seit langer Zeit Tradition also kann es nicht schlecht sein.

So könnte man meinen.

Mit etwas Nachdenken lassen sich jedoch oftmals andere SchlĂŒsse ziehen:

Dass Igel und andere Tiere sich ihr Winterquartier unter Laub und Reisighaufen suchen ist bekannt. Dass sie dies zur Zeit der ersten Nachtfröste tun auch.

Laub und Reisig kommen in zivilisierten HausgÀrten kaum vor.

Von den Igeln so dringend benötigtes Laub und Reisig werden allerorts zusammengetragen und schnellstmöglich entsorgt. Geeignete Winterquartiere werden fĂŒr den Igel somit zur Mangelware.

Was liegt also fĂŒr die Stacheltiere&Co der Umgebung nĂ€her, als sich den stetig wachsenden Laub-/Reisighaufen des spĂ€teren Martinsfeuers als vermeintliches Winterquartier auszusuchen.

Je lĂ€nger der Reisighaufen aufgebaut wird und um so struktur-/igelreicher die Umgebung des Reisighaufens ist, um so mehr Tiere nehmen das vermeintliche Überwinterungsangebot an. Die Igelwelt ist bis zum 11. November in Ordnung.

Dann lösen sich alljÀhrlich wieder vielerorts Igel im Martinsfeuer unter Absingen von traditionellem Liedgut im Beisein der örtlichen Bevölkerung in Rauch auf.

So etwas ist vermeidbar und deshalb besonders traurig.

Kommt Ihnen die Praxis bekannt vor?

Dann machen Sie doch einfach Ihre Gemeinde auf die Problematik aufmerksam!

WĂ€hlen Sie einen Platz fĂŒr das Martinsfeuer in offener Flur, möglichst weit weg von Wald und Hecken, wo Igel sich gerne aufhalten.

Naturschutzgebiete eigenen sich in diesem Zusammenhang generell n i c h t als Standort fĂŒr Martinsfeuer.

Sammeln Sie das zu verbrennende Material n e b e n dem spĂ€teren Feuerplatz und setzen Sie das Material erst unmittelbar vor dem AnzĂŒnden zum Brandhaufen auf. Das vielerorts empfohlene Rumstochern im bereits aufgesetzten Haufen mag zwar das schlechte Gewissen beruhigen, den Igeln hilft es wenig.

Das Martinsfeuer in ihrer Gemeinde wurde igelfreundlich errichtet?

Dann spricht auch nichts dagegen, das Martinsfeuer zu genießen.

Verantwortliche fĂŒr den Inhalt

Norbert Leimbach

Das Publizieren des Textes ist mit Quellenangabe ausdrĂŒcklich erlaubt ;-).

Quelle: Norbert Leimbach

Pressemeldung

Sankt Martin: Deutscher Tierschutzbund gibt Tipps fĂŒr ein tierfreundliches Fest

Das Martinsfest wir in diesen Tagen ĂŒberall in Deutschland gefeiert. Neben den MartinsumzĂŒgen, selbstgebastelten Laternen und dem „Weckmann“ gehören auch das Martinsfeuer und der GĂ€nsebraten zu den Traditionen des Festes. Der Deutsche Tierschutzbund warnt davor, dass mit Feuer und Martinsgans oftmals großes Tierleid verbunden ist und gibt Tipps fĂŒr ein tierfreundliches Martinsfest. So sollte etwa das Brennmaterial fĂŒr das Martinsfeuer erst kurz vorher auf- und unbedingt kurz vor dem AnzĂŒnden umgeschichtet werden, damit ihm keine im Reisig versteckten Wildtiere zum Opfer fallen. Da MartinsgĂ€nse zum grĂ¶ĂŸten Teil unter katastrophalen Bedingungen im Ausland gemĂ€stet werden, empfiehlt der Verband eine vegetarische oder vegane Alternative fĂŒr das Festessen. Wer auf Fleisch nicht verzichten möchte, sollte zumindest darauf achten, dass die Tiere aus artgerechter Haltung stammen.

GĂ€nse stehen bei vielen Familien nicht erst zu Weihnachten, sondern schon zu Sankt Martin auf dem Festtagsspeiseplan. Derzeit stammen etwa 80 Prozent der GĂ€nse aus Haltungen in Polen, Ungarn oder Tschechien. Die Tiere leben dort grĂ¶ĂŸtenteils dicht gedrĂ€ngt in engen und dunklen StĂ€llen, sie haben weder Auslauf ins Freie, noch Zugang zu einer Wasserstelle. Baden, GrĂŒndeln oder die wichtige Gefiederpflege sind nicht möglich. Die meisten der aus der Intensivhaltung stammenden Tiere sind völlig ĂŒberzĂŒchtet, damit sie in kĂŒrzester Zeit möglichst viel Fleisch ansetzen. Die Tiere sind eigentlich zu schwer fĂŒr ihre Knochen. Knochendeformationen und Schmerzen können die Folge sein. Auch der Einsatz von Antibiotika ist gang und gĂ€be.

Intensivtierhaltung von GÀnsen wird beschönigt

Um die Intensivtierhaltung zu verschleiern, werden GĂ€nse im Handel mit zum Teil irrefĂŒhrenden Bezeichnungen, wie „vom Bauernhof“ oder „Landkorngans“ angeboten, die eine artgerechte Haltung suggerieren. Die TierschĂŒtzer fordern deshalb nicht nur ein Ende der tierquĂ€lerischen Haltungsbedingungen und verbindliche Gesetze zur Haltung von GĂ€nsen, sondern auch ein Verbot von beschönigenden Bezeichnungen. Wer fĂŒr sein FesttagsmenĂŒ nicht ganz auf Fleisch verzichten möchte, sollte auf die gesetzlich geschĂŒtzten Kennzeichnungen achten. Die Bezeichnungen „Auslaufhaltung“, „bĂ€uerliche Auslaufhaltung“, „bĂ€uerliche Freilandhaltung“, „Bio-“ ‚ oder „Ökogans“ stehen fĂŒr eine artgerechte Haltung der Tiere mit Auslauf.

Martinsfeuer birgt Risiken fĂŒr Wildtiere

Das traditionelle Martinsfeuer birgt Risiken fĂŒr viele Wildtiere. Bereits Wochen vor Sankt Martin werden große Reisighaufen aufgeschichtet, die vielen Kleintieren als Versteck und RĂŒckzugsmöglichkeit dienen. Doch der vermeintlich sichere Unterschlupf wird fĂŒr Igel, MĂ€use oder Kröten schnell zu einer tödlichen Falle, sobald das Feuer entzĂŒndet wird. Daher rĂ€t der Deutsche Tierschutzbund allen, die nicht auf diese Tradition verzichten möchten, besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Dazu gehört, das Material nicht zu lange liegen zu lassen und vor dem Abbrennen noch einmal umzuschichten, um den Tieren die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Es reicht keinesfalls aus, nur am Brennmaterial zu rĂŒtteln, da sich viele Tiere aus Angst völlig ruhig verhalten und das vermeintlich sichere Versteck nicht verlassen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund